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Januar 2018 - 1 Jahr Schließung und ein fast ganzseitiger Artikel

Das Walhalla Gebäude ist jetzt fast 1 Jahr geschlossen und fast keiner hat es gemerkt. Weiterführende Informationen wurden bislang nur von den Initiatoren der "Walhalla Studios"- Initiative lanciert und gelegentlich von den beiden Wiesbadener Stadtzeitungen aufgewärmt bzw. ausgegraben.

Wie auch immer hat das große Nachdenken noch nicht (öffentlich) stattgefunden. Ich vermute aber, daß bei der WVV bzw. der Stadt als indirekter Eigentümer der "Liegenschaft" doch bereits über die Machbarkeit mancher Gedankenspiele diskutiert worden ist.

Denn :

Politik ist "das Wünschenswerte mit dem Machbaren verbinden"

Mit einigen "alten Herren" aus der Politik habe ich mehr oder weniger durch Zufall den Kontakt bekommen und sie dann (so nebenbei) gefragt, warum den "dies und jenes" - damals - nie in die Tat umgesetzt wurde. Fast einhellig bekam ich die Antwort, das (von mir jeweils ) angesprochene Thema war damals nicht mehrheitsfähig.

Damit sind wir bei dem Hauptgrund, weshalb Nachdenken die bessere Lösung ist als unentwegt das absolut optimal Wünschenswerte zu propagieren und immer wieder zu "fordern".
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Viel zu euphorische Ziele anzustreben heißt aber -
die Glaubwürdigkeit der Initiatoren verwirken.

Bei dem in den letzten 20 Jahren veränderten Anspuchsdenken bzw. der Anspruchshaltung locken heute fast nur noch Spitzen-Events die Zuschauer oder Gäste in ein "Etablissement der Vergnügung". Die jungen Mitmenschen der Generation nach 1990 sind sogar durch Spitzenevents nur noch schwer zu locken. Kostendeckende Eintrittspreise von 50 Euro und mehr sind da unrealistisch.

Bei den verbleibenden Besuchern ist auf jeden Fall ein dreierlei Komfort zwingend.

  1. Es gibt einen Grund, warum das Cinestar Kinocenter am Mainzer Osthafen auch bei jungen Leuten so beliebt ist. Das große Parkhaus ist direkt neben dran und auf hell beleuchteter Straße gut zu erreichen. Die anderen Kinos in Mainz hatten da schlechte Karten und haben so nach und nach geschlossen, einmal aus rein wirtschaftlichen Gründen und auch aus Umwelt-Gründen (Lärmbelastung nach 23 Uhr - siehe die Nerostraße in Wiesbaden).
  2. Das Umfeld muß komfortabel und sicher zu erreichen sein. Zur Zeit ist die Kirchgasse und die Langgasse (samt Umfeld) in Wiesbaden "nicht besonders einladend" (eine sehr sehr wohlwollende Umschreibung von "gefährlich") und abends sehr mäßig frequentiert. Die aktuellen und die geplanten aufzuhübschenden Eingänge sind wenig einladend und die Idee mit dem langen Schlauch an McDonalds vorbei ist absolut unrealistisch.
  3. Auch innen drinnen möchten die Gäste von heute in einem modern nostalgischen sauberen Ambiente den Abend geniessen. Nur Nostalgie präsentieren reicht aber nicht mehr. Die Totalrenovierung wird deshalb mehr Geld kosten, als geplant. Denn neben dran sind die beiden Kinos und um die Ecke ist die Wartburg und die Rheinmainhalle ist auch nicht weit. Das Walhalla braucht ein zündendes Alleinstellungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz. Nach meinen bisherigen Schätzungen wird die Grundsanierung mit Anbau (Neubau) und Ausbau mehr als die (politisch populär) veranschlagten 20 Millionen Euro kosten. Von dem Interieur ist außer der Decke und den Rängen im großen Saal fast nichts mehr zu erhalten.

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Der Neuanfang 2018 des "Rhein Main Theaters" in Niedernhausen neben dem Hotel (es hieß mal Ramada und heißt jetzt H+ Hotel Wiesbaden und wirbt in Niedernhausen mit der griechischen Kapelle auf dem Neroberg als Attraktion) wird zeigen, ob das neue Geschäftskonzept dort aufgeht. Es ist ein (sehr honoriger) Test, in welchen Größenordnungen in Wiesbaden und der Region überhaupt zahlendes Publikum aquiriert (angelockt) werden kann.
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Die Theorie der (7) Partnerschaften

Im Rückblick auf diverse solche Konzepte stellte sich viel zu oft heraus, wenn die jeweiligen eigenen Interessen eines Partner sich nicht verwirklichen lassen, steigt er aus oder er wird - bei Erkennen seines mangelnden Interesses - ausgestiegen.

Es sollen (laut Vortrag der Walhall-Studios- Initiative) 7 Partner unter einen Hut gebracht werden, und das alleine ist eine bewundernswerte Kunst, die extrem viel Kraft, Audauer, unendliche Geduld und dazu noch viel Zeit erfordert.

Doch wichtiger ist der wirtschaftliche Gesichtspunkt der ganzen Projektidee. In meiner Kinozeit habe ich sehr oft mitbekommen, daß, wenn in den Kinos nur (zu) wenige Karten verkauft waren, die Ränge zugeschlossen waren und im großen Kinosaal die hinteren Bereiche mit Vorhängen abgetrennt waren. Dann sah das nicht so armseilig trist und leer aus.

Als damals in 2007 (vor der Lehman Brothers Pleite) die diversen Variete-Shows in Frankfurt und im Umland beworben wurden, hatten wir vom Fernsehmuseum unsere Kameras als "Statisten" dorthin ausgeliehen. Und so bekam ich hautnah mit, wie da getrixt werden mußte, als das Zelt an mehreren Tagen in der Woche nur zu einem Drittel !!! mit honorigen teuren Gästen gefüllt werden konnte.

Auch sind mir große (und lange im Voraus beworbene) Musik-Veranstaltungen in der alten Rhein-Main-Halle in Erinnerung, als die große Halle (mangels Interesse der zahlenden Gäste) nur zu 30% oder weniger gefüllt werden konnte. Die kritischen - sogar bissigen - Artikel finden Sie ganz bestimmt im Archiv von Wiesbadener Kurier oder Tagblatt.

All das bedeutet, die (Ertrags-) Erwartungshaltung der Initiatoren muß runter auf ein realistisches Grundgerüst. Und damit sind die geplanten Mieteinnahmen der Stadt bzw. Mietzahlungen der (des) Mieter(s) auf absehbare Zeit reine Illusion. Die Anlaufkosten gehen sonst in die Millionen.

Zu den bisherigen Gedanken (-spielen) gehören auch die Kosten für mindestens 2 Hausmeister, einer für die Elektrik und einer für den ganzen Rest oder beide zusammen für alles. Damit sind die ersten 10.000 Euro pro Monat bereits verplant. Diese Jobs kann keiner der Initiatoren samt Ehefrau mal so nebenher mit machen.
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Reine idyllische und visionäre Theorien helfen nicht.

Zur Glanzzeit der Diskotheken der 1970er Jahre gab es damals bereits sogenannte "tote" Tage, an denen die "Läden" nahezu leer waren. Eine Ausnahme im ganzen Rhein-Main Gebiet war das weit und breit bekannte "Big Apple", - durch die glückliche Hand des Wolfgang Schott und die Verbindung zu "Lippman und Rau" in Frankfurt. Damals wurden alle Künstler, die Samstags und/oder Sonntags in amerikanischen Clubs hier in der Gegend aufgetreten waren, am späten Montag Abend noch ins Big Apple "verfrachtet" - zu moderaten Gagen und dann erst gings ab zur nächsten Show.

Doch es gibt in 2018 weder einen Schott, noch einen Lippmann noch die amerikanischen Clubs. Die Zeit hat sich gravierend verändert. An den toten Tagen durften die weiblichen Gäste gratis rein und bekamen sehr oft auch noch ein Getränk ihrer Wahl, um die "konsumierenden" (männlichen) Gäste zu locken.

Es war damals laut Herrn Schott eine nicht immer funktionierende Mischkalkulation. Im noch größeren Joy und im Voodoo-Club in Mainz (in beiden war die Musiktechnik teils von mir) war es sehr sehr ähnlich, wobei mehrere konkurrierende Diskos in Mainz von Montag bis Mittwoch ganz einfach geschlossen hatten, manche sogar Sonntags bereits zu waren.

Also eine Vollauslastung an den toten Tagen einzukalkulieren bedeutet, die Partner sind nicht aus der Branche oder sie leben einen Traum. Fragen Sie mal Herrn Ewert von den Wiesbadener Kinos, wie die mittlere Auslastung der großen Kino-Säle über 300 Sitzplatze aussieht.

Bei den Elektronik-Spezialisten wird - zum Beispiel - eine (viel zu große) Platine mit nur ganz wenigen Bauteilen als "sehr aufgeräumt" umschrieben, wenn also Platz ohne Ende verlempert wurde. Werden bei einem Event im Walhalla- Saal von den geplanten 500 Karten nur 150 verkauft, muß ebenfalls "sehr aufgeräumt" bestuhlt werden oder es werden kurzfristig sogenannte "Füllgäste" kostenfrei, manchmal sogar gegen moderates Entgelt, eingeladen. Doch das fällt (negativ) auf, also nicht nur die Kalkulation ist dann völlig im Eimer, es steht einen Tag (oder auch zwei Tage) später in der Tageszeitung, wie bei einem der Udo Jürgens Konzerte damals.
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Nachtrag vom 3. März 2018 im Wiesbadener Kurier

So nach und nach kommt es ans Tageslicht. Die Verwaltungs- fachleute beschäftigen sich bereits mit der Zahl "23 Millionen Euro", um den verrotten Bau wieder auf Vordermann zu bringen. Aber auch das sind noch nicht die Zahlen, die realistisch scheinen. Zu viele Unwägbarkeiten kommen doch erst bei der Renovierung der Substanz, also der beiden Untergeschosse, bzw. dem Umbau des großen Saals ans Tageslicht.

Ein Teil der Abgänge der Not-Treppenhäuser hinter der Bühne wurden beim Bau der beiden Kinos vermutlich gebraucht bzw. diese Abgänge sind nicht mehr verfügbar und zugemauert. Der Neubau des Rhein-Main- Congress- Centers (also der Ersatz der alten Rhein-Main-Hallen) wurde anfänglich mit 88 Milionen diskutiert und damit vom Stadtparlament abgesegnet. Heute sind es deutlich über 200 Millionen geworden. Und dabei wurde noch gar nicht nachkalkuliert, wo noch versteckte oder geparkte Kosten mit einbezogen werden müssten.

  • Und das wichtigste Thema wird immer noch nicht angeschnitten, es ist nämlich politisch einfach unpopulär.


Da wird mitten in der Innenstadt an einer der unzugänglichsten Orte ein recht großes "Eventhaus" mit bis zu 800 Gästen befürwortet, wo doch schon der viel zu stadtnahe Standort des riesigen Congresscenters arg in die Kritik geraten ist.

Alleine der Gedanke, daß man auswärtige Besucher zu einem größeren Event aus dem Umland anlocken könne, die dann vom Hauptbahnhof bis zum Walhalla laufen (sollten) oder Abends mit dem Stadbus hinfahren und dann Nachts wieder zurück wollen, ist absolut unsinnig. Und auf die umliegenden beiden Parkhäuser zu verweisen, deren Plätze so nach und nach des Nachts vermietet werden, ist ebenso unsinnig.

Wenn in dem Kurier Artikel vom 3.3.2018 der Vertreter der WVV ein angeblich "düsteres Bild" (laut Autor Wolfgang Wenzel) zeichnet, ist das aus meiner Sicht immer noch geschönt. Als Vertreter der Stadt möchte er keinem vor den Kopf stoßen, er würde ja alle vorliegenden Initiativen stören oder torpedieren.

Das beschriebene Bild (also der aktuelle Zustand) ist wirklich nicht geschönt, alleine das wunderschöne große Foto inmitten des Berichts auf der Kurier-Seite ist (vielleicht absichtlich ??) geschönt. Ein Blick hinter die echte Fassade spricht Bände. (Beweisfotos sind hier zu genüge vorhanden und können jederzeit eingesehen werden.) Also 23 Milionen reichen da nicht, denn während der Umbauphase kommen ganz viele Handwerker mit ihren Firmenwagen, die ganz ganz schnell ihren "Festpreis"-Auftrag durchziehen wollen und müssen, ob da in der kleinen Schalbacher Straße / Hochstättenstraße jetzt chinesischer Marmor verlegt ist oder nicht, das stört da niemanden. Diese Schäden sieht man erst später - und keiner hatte Schuld.
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10 Tage Eiseskälte im Feb. 2018 = weitere Schwachstellen

Wir hatten jetzt auch in Wiesbaden mal wieder ein paar Tage richtige Kälte und die war nicht planbar, die kam einfach so. Wäre also zu solchen Zeiten im Walhalla ein größerer Event geplant gewesen, kommen mehrere Themen auf den Tisch, die bisher untergegangen waren.

Der Saal muß irgendwie geheizt werden. Die gesamte Infrastruktur ist aber nicht mehr vorhanden. Weder ist eine ausbaufähige Belüftungsanlage ähnlich wie im Caligari (dort direkt unter dem Kino-Saal) vorhanden noch ist irgendwo eine Heizung übrig geblieben. Die alten Rohre sind alle marode, die Heizkörper teils entfernt. Doch das wäre das kleinere Übel.

Ich hatte einen Blick über die Deckenkulisse diekt unter das Spitzdach des großen Walhalla Saals werfen können und dort ist nirgenwo eine Wärme-Isolation vorhanden und aus meiner Sicht auch nicht mal schnell machbar. Das sind Dimensionen von Dach-Flächen, an denen die unten teuer erzeugte Warmluft oben genauso schnell wieder raus fließt.

Und dabei sind die ganzen Nebenräume auch noch nicht beheizt. Wer will schon bei 0 Grad Celsius wirklich aufs Klo, selbst wenn er muß und es fürchterlich drückt ?.
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Wöchentliche Großveranstaltungen planen ? wirklich ?

In den Plänen und Vorstellungen der (bislang) beiden Walhalla (Betreiber-) Interessenten sind natürlich größere Events (Veranstaltungen mit mehr als 400 Gästen) vorgesehen, damit sich das ganze irgendwann mal rechnet. Da ich eine Edelgastronomie für diese Dimensionen unten in den Big Apple Kellern sowieso als eine irrelevante Vision betrachte, kommt nur ein mobiles Katering in Frage.

Durch meine Beteiligung bei fast einem Dutzend Filmdrehs vestreut über ganz Deutschland habe ich Fotos von den Katering- Wagen gemacht, bei denen die Katerer die entweder mit großen umgebauten Bussen anreisen oder riesige Küchenanhänger samt Zugmaschine mitführen. Jetzt ist allgemein bekannt, daß die direkte Nachbarschaft rund ums Walhalla sowieso schon skeptisch auf die Belastung mit solchen Menschenmengen reagieren wird, siehe Nerostraßen und Jazzhaus-Probleme. Stellen Sie sich vor, dort auf dem Walhalla Hinterhof würden in einer mobilen Küche 300 Steaks gegrillt und dazu 100 Protionen Lachsfilet samt Bratkartoffeln und divesen Suppen, das riecht man bis rüber zum Kurhaus.

Diese Katering- Küchen sind auf Freiluftveranstaltungen an Sportstadien und an Film- Sets weit draußen in der Pampa ausgerichtet und nicht mitten in einer engen Innenstadt. Das gibt beim ersten (und damit vermutlich letzten Mal) richtig Ärger. Das ist damit vorprogrammiert.
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Wieder ein Leserbrief vom 27.3.2018

LESERBRIEFE :
Hier geht es um den Zustand und die Zukunft des Walhalla:

Viele Fragen
Ihnen (also der Kurier Lokalredaktion) ist zu danken für die ausführliche Veröffentlichung der Auffassung des jetzigen Eigentümers zum Zustand des Walhalla. Dadurch wurde ich als Bauingenieur zu folgenden Fragen angeregt: Ein Bach im Keller, war das Walhalla etwa 130 Jahre eine heimliche Wassermühle und oben wurde Theater gespielt?

  • Anmerkung : Das mit dem Bach (oder dem fließenden Gewässer) ganz unten im Keller ist ganz ganz sicher eine ironische Persiflage von Seiten der WVV auf die vielen anderen Leserbriefe, die alle ihren Senf dazu abgegeben hatten. Ich hatte die Gelegenheit, dieses große Loch mit dem Grundwasserspiegel in Augenschein zu nehmen. - Übrigens : Aus einem Keller in der Sonnenberger Straße, Nordseite, weiß ich, daß in Wiesbaden das Grundwasser durchaus fließt, auf der Nordseite floß es durch die Keller-Wand rein und zur Sonnenberger Straße wieder aus.

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Aufeinander ohne Mörtel aufgestapelte Steine, so hat man meines Wissens seit 2000 Jahren nicht mehr gebaut, warum dann hier? So schlechte Bausubstanz durch „Pfusch" der Erbauer, der aber trotzdem 130 Jahre gehalten hat, und deren Instandsetzung nun unwirtschaftliche Kosten verursacht?

  • Anmerkung : Da war sicher mal Mörtel drinnen, vor 100 Jahren. Es lag bzw. liegt nicht am Erbauer. Das war damals so. In der Ellenbogengasse im Knick gab es mal den Bastlerladen Vohwinkel und dort war ich öfter mit meinem Feund Gerhard Derrer im Keller. Ach oh Weh, daß das Haus überhaupt noch steht, liegt an den angrenzenden ebenfalls (im Keller) maroden Gebäuden, die sich offensichtlich gegenseitig abstützen. Dieser ganze Bereich liegt im Sumpf von Wiesbaden. Vielleicht können diese klugen Herren ja mal die Keller in der edlen Wilhelmstrasse besichtigen. Ihnen würden die Haare zu Berge stehen, sofern noch welche da sind.

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Das Gebäude soll vom „Haken der Denkmalbehörden gelassen werden" (O-Ton), um wohl eine wirtschaftlich bessere Verwertung zu ermöglichen? Da denkt man: Schon wieder so ein privater, profitgieriger Investor, der Wiesbadens Erscheinungsbild aus dem 19. Jahrhundert ohne Beachtung des von der Stadt angestrebten Status des Weltkulturerbes missachten will; denn hat man nicht schon viel verwahrlostere alte Gebäude, zum Beispiel in den neuen Bundesländern, hervorragend instandgesetzt? Aber nein, stellt man ernüchtert fest, eine städtische Gesellschaft ist Eigentümerin!
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  • Anmerkung : Auch da kann ich wiederum mitreden und aus einem kleinen Ossi-Ort an der A4 berichten : Renoviert ja, aber : Außen "UI" und innen im Keller "Pfui" Teufel, da war nichts passiert. Alle Wände feucht kurz vor dem Einsturz - und dann nur die eine Seite der Staße, die andere stand nicht im Bezuschussungsplan des Landes.

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Ich war bisher der Auffassung, dass es deren (Stadt Wiesbaden) vorrangige Aufgabe ist, das Stadtbild Wiesbadens im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung zu bewahren und behutsam weiterzuentwickeln, Profit dabei aber zweitrangig ist; denn ein unverwechselbares Erscheinungsbild bringt letztlich einer Stadt mit vielen Besuchern über das neue RMCC langfristig mehr, als es ein kurzfristiger Gewinn kann. Wenn ich mich da getäuscht habe, dann sind derartige städtische Gesellschaften überflüssig (oh je, die schönen Posten!), und man sollte sich darauf beschränken, private Investoren mutig zum Wohle der Stadt zu steuern, schlechter können die Ergebnisse dann auch nicht werden!

Erich Jasch, Wiesbaden

  • Anmerkung : Ja, Herr Jasch, da kann ich Ihnen zustimmen, siehe das Parkhaus Wilhelmstraße 1 und die neuen Edel-Luxus-Wohnungen. Auf der andern Seite, Forderungen zu stellen, die die nachfolgenden Generationen erheblich belasten, das ist leicht. Wer das Walhalla so sehr liebt, sollte dann auch überlegen, wie die, die es haben wollen, es auch finanzieren und nicht immer nur auf die Stadt zeigen. Auch das vermutlich beschlossene "geschenkte" Kunst-Museum Wilhelmstraße 1 ist für mich der super gut dotierte Parktplatz oder Ruhestandsposten für einen verdienten Genossen als Museumsdirektor. Die jährlichen vielen Millionen an Unterhalt- zw. Betriebskosten soll nämlich die Stadt tragen und das sind jetzt schon viele Millionen.
  • Der Sponsor des DUAL Museums in St. Georgen zum Beispiel hatte der (3.000 Einwohner-) Stadt die Miete (des Kaufhauses) für 20 Jahre geschenkt, dann wüßten die Museums-Macher, ob dann überhaupt noch jemand käme.

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