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Ganz Hessen - eigentlich ganz Deutschland - schreit nach bezahlbaren Wohnungen

Auch Wiesbaden mit dem "sozial"-"demokratischen" Oberbürgermeister sucht verzweifelt nach für Normalos bezahlbaren Wohnraum. Bezahlbar bedeutet zum Beispiel, eine 60qm Wohnung für unter 600.- Euro in Stadtnähe. Ja, wenn das mal so einfach wäre.

So nach und nach kommen da nämlich ganz merkwürdige Konstellationen zum Vorschein, alles natürlich nur Gerüchte und Legenden, denn nichts Wahres ist da dran.

Da gab es ein tolles nur weitläufig bebautes Grundstück mit einer mehrstöckigen stählernen Economi- Parkgarage (im Volksmund Affenkäfig genannt) in einer zentralen Lage direkt an der Wilhemstraße 1. Das ist unsere Wiesbadener Prachtstraße, die nach mehreren Schiessereien aber ihre Pracht verloren hat. Dieses Grundstück (ehemals) im Eigentum der Stadt wurde für ein gestiftetes Kunst-Museum vorgesehen, oder aber für einen Investor, der unter Aufbringung seiner ganzen Arbeitskraft und seines Geldes dort ein gemeinnütziges Werk von Sozialbauten erstellen würde.

Doch das klappte nicht so recht und so wurde das Grundstück mehrfach hin und her ge- oder verkauft und gestückelt - und irgendwann kam es dann doch raus, ein Museum ja, dafür aber neben dran edelste Edel-Wohnungen für teuerste Preise.

Daß man die mehreren hundert jetzt weggefallenen Parkplätze für das neue Kongresscenter in nahzu City-Lage ebenso gut - besser dringend - hätte brauchen müssen, hatte keinen der beteiligten Politiker mehr interessiert. In der Tageszeitung tauchten dann auf einmal Gerüchte auf, daß da doch erhebliche "Provisiönchen" - das ist die Steigerungsform von recht viel Geld - geflossen sein "sollen", und bei jedem Hin und Her gabs angeblich neue "Provisiönchen". Das war also der Grund, warum der edle Investor dort keine Sozialwohnungen sondern Wiesbadens teuerste Wohnungen bauen darf und damit jetzt auch fast fertig ist.
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Sozialwohnungen ja, sogar ganz viele, aber nicht hier !

So ist das also. Auch in der SPD regiert das Geld die Welt. Nichts ist mehr übrig von den heren Gedanken von vor mehreren Jahren. Bauen wir als Sozialwohnungen in den Gegenden, in denen es sowieso schon genügend Sprengstoff, also sozialen Sprengstoff, gibt. Dan fällt das vielleicht nicht so auf.

Und so werden Wohngebiete (für Eigenheime) ausgewiesen, die direkt in der Einflugschneise des amerikanischen Miltärflughafens liegen und/oder mit direkten Blick auf das Flugfeld dieses Erbenheimer Flughafens.

Das Tolle daran ist, die Amerikaner werden diesen zentralen Flughafen in mittelfristig absehbarer Zeit (20 bis 50 Jahre) nicht aufgeben (und die haben es den Stadt-"vätern" sogar gesagt), die brauchen den für alle Eventualitäten und derer gibt es seit Putin viele. Der hält ja schon nach der nächsten Krim Ausschau.

Interessanter ist aber, wenn dort 1 (ein !) Mal in der Woche ein Hubschrauber startet, sind unsere Zeitungen mit mehr oder weniger einfältigen und blöden Leserbriefen voll, wie laut doch diese nächtliche Lämbelästigung dieses Krachmachers (tagsüber) sei.

Diese neu Hinzugezogenen wollen einfach nicht wahrhaben , daß sie ja gewußt hatten, wo sie sich "häuslich" niederlassen. Diesen Flughafen gibt es nämlich seit etwa 100 Jahren. Also keiner dieser Leserbrief- Schreiberlinge - und sei er noch so alt - kann behaupten, der sei erst nach ihm dort hingebaut worden.

Und jetzt werden dort weitere Baugebiete ausgweisen, dazu noch direkt an unserer recht großen Müllkippe oder Müllhalde, die im Sommer häufig sehr Appetit anregend "duftet". Auch dort sollen dem zukünfigen eventuellen Bauträger anteilsmäßig Sozialwohnen "aufgzwungen" werden. Die wird der auch bestimmt bauen, also ganz bestimmt schallgeschützt mit holländischem Dünnbrett-Sperrholz und schalldämmenden Pergament-Wänden - wie in Japan.
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