Juni 2026 - Wieder ein neuer Anlauf mit einer Straßenbahn
..... und wieder ein richtig großer Artkel im Wiesbadener Stadtblättchen. Und wieder wird um die Grundlagen eines solchen Verkehrssystems herumgedoktert. Auch werden - vor allem im Kommentar des Autors N. Lünser - Vergleiche herangezogen, die einfach nicht passen.
Im Jahr 2018 wurde im Stadtparlament beschlossen, "das Volk" zu befragen. Das Konzept des grünen Verkehrs-Dezernenten Herrn Kowol (es war ja noch gar kein richtiges Konzept zu erkennen) ging krachend unter. Ein paar Jahre später wurde das Thema Citybahn von der SPD Fraktion wieder mal hochgekocht, auch ohne weiter nachzudenken. Und jetzt kam der erneute Ansatz von den Linken. Hätten sie sich doch nur mal schlau gemacht, worin damals schon die Knackpunkte und Schwachstellen gelegen hatten.
.
Inzwischen hat sich viel geändert bei den Verkehrsbetrieben
Der Fuhrpark ist gewachsen, die Elektrobusse benötigen genausoviel Parkraum des Nachts wie die Diesel-Busse. Und der ist im Depot Mainzer Strasse so knapp geworden, daß viele Busse ganz am Ende der Stadt im Zwergweg geparkt werden müssen. Und jetzt fällt es bereits auf, daß die Fahrer ja irgendwie auch nachhause kommen wollen. Und wie ? Diese Logistik ist bereits sehr anspruchsvoll, weil Fahrer rar sind und mit einem gwissen Komfort gelockt werden müssen.
Der Werkstattbereich für die Busse alle Art ist inzwischen auch voll ausgelastet und schon wieder viel zu klein. Das Rangieren von Bussen vom Abstellplatz zur Überprüfung ins Depot ist inzwischen mühselig. Also in diesen Bereich läßt sich keine auch noch so kleine Straßenbahn hineinzwängen.
Übrigens gilt das Gleiche für die (angedachte und publizierte) nächtliche Überprüfung und Reparatur der Waggons im Mainzer Depot auf der anderen Rheinseite. Wenn der Fahrer den Zug nach der letzten Fahrt in Mainz abstellt - wie kommt er zurück nach Wiesbaden. Mit dem Taxi oder dem Fahrrad ? Das damalige dünne Konzept ist nach wie vor unausgegoren - abgesehen davon, daß das Mainzer Depot inzwischen auch voll ausgelastet ist. Hätte man die nicht mal fagen können ?
.
Kein Konzept für die Anbindung des Umlandes ?
Das wichtigste Argument war doch, den Durchreise Verkehr auf die Schiene umzuleiten. Denn das ist ja das Wiesbadener Hauptproblem. Fast alle Fahrzeuge aus den Städten und Dörfern im vorderen Taunus müssen durch Wiesbaden durch. Die wenigen Alternataiven sind auch alle überlastet.
Wie sich gezeigt hatte, sind diese Verkehrssteuerungs-Ampeln (sogenannte Pförtner-Ampeln) an den Einfalls- und Ausfalls-Straßen nicht die Lösung.
.
Viel gefährlicher ist es, den Wählerwillen so eklatant und offensichtlich aushebeln zu wollen .....
Es gibt da inzwichen eine Partei, die alle diese frustrierten Wähler mühelos einsammelt und die angeblich etablierten Politiker leugnen das einfach ab. Sie leugnen ab, daß sie das Problem sind, nicht diese Partei und schon gar nicht die (blöden ?) Wähler.
.
Bei der damaligen Volks-Abstimmung ist besonders negativ aufgefallen, daß sich die Antragsteller (die Grünen) ein Schlupfloch ausbedungen hatten, falls der blöde Wähler das Projekt mit einer noch so großen Mehrheit ablehnt. Das Votum solle nämlich nur 3 Jahre gelten. Natürlich wurde diese Einschränkung von den Projekt-Gegnern reatv schnell aufgedeckt und hat zu noch mehr Ablehnung dieser Art von Politik geführt.
.
Und dann die Sprüche der Politiker
Die Linken führen einen Mobilitätsanspruch der Stadt ins Feld, der aber aus meiner Sicht bereits voll abgedeckt wird. Alleine der Bus von Bad Schwalbach oder den Orten an der B417 bis Hünstetten kann sowieso nicht auf diesem Niveau ankommen. Darum ist eine komfortable Bahnanbindung des Umlandes - wie zum Beispiel die Wiesbadener Ländchesbahn - viel sinnvoller.
:
