Juni 2026 - Das Fotohaus "KAMERA" ist insolvent
Juni 2026 - Das ursprüngliche Fotofachgeschäft "KAMMERA" wird schon lange nicht mehr von seinem Gründer betrieben. Unsere / meine Verbindung mit dem Gründer und ehemaligem Eigentümer und Geschäftsführer von KAMERA, Olaf Wagner, geht zurück bis in die 1983er Jahre. Unsere kleine Zweimann EDV Klitsche konnte etwas liefern, das dem damals noch bei Foto Besier angestellten dortigen Geschäftsführer Olaf Wagner immens geholfen hatte, die ganz neue CD-Abteilung mit einem der ersten Personal-Computer, dem CANON CX1, aus dem Caos zu holen.
CDs waren damals brand neu und profitabel und dazu rar und es gab immense Mengen an Vorbestellungen von Käufern, die verwaltet werden sollten (mußten). Dazu kamen natürlich die Vorbestellungen bei den Schallplatten-Firmen, die von jeder Bestellung nur Bruchteile ausliefern "konnten". Die Nachfrage nach James Last sowie klassischer Musik war gigantisch.
Die Verbindung Wagner - Redlich klappte sehr gut, weil wir auch Samstags und Sonntags sofort zur Stelle waren, wenn etwas nicht klappte. Das war damals schon "unnormal". Dann folgte die Schreckensmeldung von Herrn und Frau Wagner - wir gehen (kündigen) - zuerst ohne weiteren Kommentar. Tage später "durften" wir es erfahren. Die Wagners machten direkt neben dem großen Karstadt Komplex einen eigenen Fotoladen auf, mit dem einprägsamen Namen - "KAMERA". Irgend etwas bei Foto Besier hatte geknirscht.
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Anfänglich klein und fein, wurde Zug um Zug expandiert.
Schon nach kurzer Zeit wurde der Nachbarladen hinzugemietet und oben drüber das Foto-Studio mit einer gelernten Fotografin eröffnet. Das Ehepaar Wagner war immer und überall im Laden verfügbar bzw. unterwegs. Ein gestandener langjähriger Fotofachmann wurde ebenfalls von Besier "mitgenommen" und das Team funktionierte brilliant. Frau Wagner war über mindestens 3 Dekaden der Grarant für Verlässlichkeit und Qualität.
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Die nächste Veränderung kam wenige Jahre später. Herr Wagner erbte vom Vater ein Mietshaus um die Ecke gegen über dem stadtbekannten Weinnand-Haus. Auch hier waren wir von Anfang an dabei, ein wenig EDV vorzubereiten. Ein riesiger Innenhof wurde bereinigt, entkernt und zu einem sehr großen Ladengeschäft umgebaut.
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Der Eingang war - im Verhältnis - beinahe schon unscheinbar. Umsomehr verblüffte die sich eröffnende neue "Halle". Und am Eingang an der Rezeption wurde jeder Gast oder Besucher von Frau Wagner begrüßt, beinahe Tag und Nacht.
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Und es ging anfänglich aufwärts - mit den Digitalkameras
Herr Wagner und sein neues Geschäftleitungstem planten Filialen rund um Wiesbaden und Frankfurt bis nach Darmstadt. Somit konnte er beim Einkau der neuen Technik mit den großen überregionalen Wettbewerbern mithalten. Doch immer mehr Scharlatane versauten die Preise, sodaß bei einer Digitalkamera zeitweise bis zu 10 Euro draufgelegt werden mußten. Als das auch mit dem Ertrag beim Zubehör nicht mehr ausgeglichen werden konnte, wurde über em Ladengeschäft in einer frei werdenden Wohnung der Online-Shop aufgebaut.
Doch die Preise sanken immer weiter ins Bodenlose. Die japanischen Foto-Giganten standen unter einem enormen Verkaufsdruck. Nach ein oder zwei Jahren wurde Bilanz gezogen und es blieben nur rote Zahlen übrig. Der Onlineshop hatte sich nicht getragen und wurde aufgelöt - mit Verlust.
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