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30.5.2017 - Ein Kommentar zur einer Präsentation der Betreiber-Konzeption für die zukünftigen Walhall-Studios am 18.5.2017

Das große Kino
und das kleine
früher der Eingang
an Frühjahr 2017

von Dipl. Ing. Gert Redlich - Wiesbaden Bierstadt - 30. Mai 2017
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Meine Meinung zum Walhalla-"Traum"

Mit dem folgenden Kommentar beziehe ich mich auf die Präsentation zur Nutzung des Walhalla-Gebäudes - präsentiert am Donnerstag dem 18.5.2017 ab 19.30 Uhr im großen Saal der Wiesbadener Casino-Gesellschaft.

Für mich war die Präsentation der Gruppe der Walhalla-Aktiven dort auf dem Podium sehr enttäuschend. Bei dem von Dr. La Torre im persönlichen Gespräch ein paar Wochen vorher beschriebenen Ideenreichtum hatte ich mir wesentlich mehr fundierte Informationen vesprochen.

Auch hatte ich von den benannten und dort anwesenden Fachleuten deutlich mehr Kompetenz in ganz alltäglichen Fragen der bislang bekannten Walhalla Problematiken erwartet. In den vergangen Tagen habe ich daher meine Kritikpunkte mehrfach sorgfältig überdacht und überarbeitet und sie hier dargestellt.

Meine Kritik und Beurteilung basiert auf der einmaligen Gelegenheit vom 27.11.2016, die "Stätten meiner Jugend" nocheinmal inkognito zu besuchen. Für mich war das dort Gesehene erschütternd.
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Darum zuerst etwas über meinen Background :

Ich wohne seit 1950 (also seit über 67 Jahren) in Wiesbaden und davon die ersten 10 Jahre auf dem Kohlheck, dann 5 Jahre in der Adelheidstrasse direkt neben der Oranienschule und von da an die ganzen Jahre in Bierstadt. Etwa ab 1964 durfte ich (inoffizell) im Wiesbadener "UFA im Park" (heute Caligari) große 35mm Kino-Filme vorführen, mit 15 Jahren - und natürlich das Kino, die Technik und sein Umfeld und den Betrieb genau kennenlernen. Mein Vater hatte nämlich für die UFA viele Kinos gebaut. Fast gleichzeitig hatte ich bei der Stadtbildstelle Wiesbaden einen Vorführer-Lehrgang abgeschlossen, um im Gymnasium offiziell Filme zeigen zu dürfen.
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Wiesbaden 2 große Kinos
damals das T14 Walramstrasse
damals das CANDY Schwalbacher

Und in dieser Zeit durfte ich auch im Walhalla (gleiche Kino-Technik wie im "UFA im Park") aushelfen und lernte auch das Bambi kennen, - und natürlich auch fast alle anderen großen Kinos - wie nebenan das alte große Thalia und das sehr große Scala Theater in der Dotzheimer Straße 19. Das Kennen der Räume hinter den Kulissen war für mich damals sehr beeindruckend. Ich lernte auch so gut wie alle Betreiber der Kinos kennen und erlebte später das Sterben der Kinos hautnah mit.

Dann nach meinem ersten Studium kam ich 1972/73 in die Situation, mehrere Wiesbadener Discotheken mit speziellen Musik-Tonanlagen zu betreuen, also das "Big Apple" unter Wolfgang Schott, das "Candy" (Wartburg) unter Mario Pfeifer und Toni Schütt und das Pampam, das T14 und auch eine Disco in der Taunusstraße, dazu große Discotheken wie das "JOY" in Mainz im Elzer Hof und auch das "Voodoo" in Mainz, dazu weitere Discos in Rüsselsheim (Canadian Club), Geisenheim (Zum Tylf), Rüdesheim, Taunusstein, und auch einige Diskotheken von Kirberg bis Limburg (Blue Ranch).

Weiterhin kamen eine Menge betreuter Tanzschulen in der ganzen Gegend dazu, deren Sterben ich ebenfalls mit tränendem Blick mitverfolgen konnte.

Wieder etwas später nach dem Gründen meiner eigenen Firma war ich sehr intensiv mit der Realisierung von EDV-Projekten aller Art involviert und habe so gut wie alle Erfolge und auch die Mißerfolge / Flops mitbekommen, samt der Analyse der Ursachen.

Zuvor in den Semesterferien während der Studienzeit war ich fast immer bei einer Wiesbadener Fernsehfirma und später beim ZDF untergekommen und konnte eine Menge an Erfahrung bei Fernseh-Großveranstaltungen aller Art sammeln. Soweit ein kleiner Einblick in meine Historie, die Ihnen das Suchen und Lesen auf den inzwischen ca. 20.000 Internet-Seiten meiner virtuellen Technik-Museen im Internet ersparen sollte.

Zurück zum Walhalla und den diversen Plänen zur Reanimation dieser Spielstätte.
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(1) zur Präsentation - eine "Vorstellung von Träumen"

Kommen wir zu der Präsentation / Vorstellung der Gedankenwelt der 10 oder mehr Leute auf dem Podium am Donnerstag dem 18.5.2017 um 19.30 Uhr. Hier sieht der Ingenieurs-Blick so viele blinde Flecken und auch Flops, die nicht hätten passieren dürfen.

Außer daß diese Vorstellung in Teilen ziemlich dillettantisch war, also die der Größenordnung des Projektes angemessenen Professionalität vermissen ließ, waren bei den einzelnen Vorträgen die allerwichtigsten Punkte überhaupt nicht angesprochen worden.

Bleiben wir bei der Präsentation. Ich saß im Auditorium - etwa Reihe 10, gleiche Reihe etwa wie Herr Emmel von der WVV. Der Vortrag von Herr La Torre war überwiegend nicht zu verstehen, zu leise und zu undeutlich, damit ungenügend. Das Mikro war zwar dicht genug am vortragenden Sprecher, es hätte funktionieren müssen. Die Tonanlage war scheinbar von billigster China-Qualität. Soetwas hätte ich mich bereits damals vor 30 Jahren nicht mal getraut, irgendwo aufzubauen. Da gibt es nicht erst heutzutage wesentlich Besseres - auch für kleines Geld. Bei mindestens zwei weiteren der Vortragenden war die Sprachverständlichkeit ebenfalls mangelhaft.

Der Beamer hatte bei dieser Bildgröße keinen Kontrast mehr, das bedeutet, die Schrift war zu flau auf viel zu hellem Hintergrund, sodaß man die Schrift auch mit Argusaugen nicht lesen konnte.

Auch die Bilder waren nur mit Wohlwollen von denen zu erkennen, die sie ohnehin kannten. Die zu große Textmenge resultierte in einer viel zu kleinen Schriftgröße. Das ist für Vortäge in solch großen Sälen absolut ungeeignet.

Die beiden Mini-Boxen dieser Beschallungs-Anlage haben den kleinen Werbefilm völlig verhunzt. Das war schlimmstes Bierkneipen Gequäke. Soetwas probiert man vorher aus. Der eigentlich ganz gut gemachte Film kam so gar nicht rüber. Es gab ein höfliches Anstandsklatschen einiger Zuschauer, mehr nicht.

Zu den hin und wieder zu hörenden spätpubertären orgasmischen Freudenschreien maximal zweier Besucher kam der Eindruck auf, diese (Personen) seien zum Zweck der Animation des Auditoriums "engagiert" worden. Es hatte aber eher zu ungläubigem Kopfschütteln der allermeisten Zuhörer gereicht.
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(2) Inoffizielle Bestandsaufnahme - gesamtes Walhalla Gebäude - Zusammenfassung erstellt im Mai 2017

Bei meinem/unserem Besuch am Sonntag, dem 27. November 2016, habe ich bereits nach dem ersten Rundblick im unteren Eingangs-Foyer des Walhalla Herrn Dr. La Torre anvertraut (also zugeflüstert), "diesen Laden" würde ich jetzt sofort und zwar wirklich jetzt gleich komplett dicht machen".

Solch einen verrotteten und verdrecken Eingangsbereich hatte ich seit 30 Jahren nicht mehr gesehen. Rückblick: Zu Wolfgang Schotts Zeiten war ich sehr oft lange vor Öffnung im Big Apple und habe bei der damaligen Neon-Putzbeleuchtung gesehen, wie schlimm es damals dort unten im Gewölbekeller in den Ecken und in der Künstlergarderobe aussah. Aber das hier am 27.11. schlug dem Faß den Boden aus. Und ich war ja erst mal nur im Eingangs-Bereich.

Je weiter wir in das Chaos eingedrungen waren, desto schlimmer wurde es. Dort ist ja wirklich alles - aber auch alles - heruntergekommen und verdreckt und versifft und vergammelt. Feuerpolizeilich hätte der Laden bereits vor mehr als 10 Jahren dicht gemacht werden müssen. Die alte Dame ist / war mit der Aufgabe völlig überfordert.

Dann war ich auch in meinem früher bewunderten Bambi Kino im Keller. Auch hier habe ich feuerpolizeiliche Extremitäten gesehen - wie die vorne an der Bildwand umgekippten 100 Watt PAR 38 Strahler, die tief in völlig verdreckten Vorhängen funzelten bzw. glühten. Das war schlimm, ganz schlimm. Und dann der Dreck zwischen den Stuhlreihen. Das Bambi Kino hätte schon aus hygienischen Gründen geschlossen werden müssen. Inzwischen hatte ich im Wiesbadener Kurier gelesen, daß das Bambi ja auch von dem Walhalla-Verein (also eigentlich von der alten Dame) betrieben wird. So nach und nach wird mir alles klar. Da ist jemand zu alt geworden für den 7 Tage und 12 bis 14 Stunden Job. Ich hatte damals vor vielen Jahren Kontakt zu dem Ehepaar Weihrauch vom "Intimen Theater". Frau Weihrauch sagte mir damals, daß es Morgens um 8 losginge und Nachts um 1 oder 2 aufhört, und das 7 Tage die Woche.

Die Besichtigung des großen Walhalla Saales sehe ich natürlich mit ganz anderen Augen als die leuchtenden Augen der historienbesessenen oder verliebten Mitbesucher, also als Ingenieur, Planer bzw. als Techniker, der zum Beispiel eine (aber nur fiktive) Disco oder nochmal ein (fiktives) Kino mit (fiktivem) Variete einrichten "sollte".

Alleine die Erneuerung der verrotteten Elektroinstallation - selbst nach meinen damaligen VDE Vorschriften - taxiere ich auf weit über 1 Million Euro. Das beinhaltet natürlich auch die notwendige Starkstrom / Drehstrom-Installation (also eine 3 x 63 oder 3 x 85 Ampere Absicherung für die Bühnentechnik und Beleuchtung) für einen moderne Bühnenbetrieb. Und dabei waren wir noch nicht im Keller und den ganzen Treppenhäusern und Notausgängen.

Also der bauliche Zustand ist schlimmer als ein Rohbau. Da mal schnell ein bißchen Anstreichen wird wohl nichts werden. Das geht weder bei der Feuerwehr und bei der ESWE (garantiert) nicht durch, denn ein Betreiberwechsel erzwingt laut Ordnungsamt und Gesetz eine neue Elektro- und Sicherheits- Abnahme des gesamten Hauses.
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(3) Jetzt zu dem eigentlich erwarteten Infomationsgehalt der Macher der Walhalla-Konzeption Nr.2

(zum Verständnis - mit Walhalla-Konzeption Nr.1 bezeichne ich das etwas früher - in 2016 - von den Wiesbadener Medien beschriebene - eventuelle - Konzept von GOP und Herrn Bordt)

Es ist verständlich, wenn die Macher von Konzept Nr. 2 nicht alle Trümpfe und alles Wissen gratis und vorab aus der Hand geben wollen. Doch sie alle haben sich den Schleier des gemeinnützigen kulturellen Engagements umgehängt und werden daran gemessen. Zu diesem (bislang leider falschen) Eindruck kommt mein Kommentar am Ende des fachlichen Bereiches.

Jetzt zu den fachlichen Aussagen der Personen auf dem Podium, aber aufsummiert :
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(4) Die Zielgruppenanalyse

BIG APPLE (now)

Der Ingenieur lernt ziemlich am Anfang seines Studiums, bei jedem (auch erstmal nur gedanklichen) Projekt beginnt man mit der Zielgruppenanalyse. Davon war hier überhaupt nichts zu hören. Aus meiner 40jährigen Erfahrung sind alle mit Begeisterung vorgetragenen und/oder beschworenen historischen Highlights inzwischen "out". - Die Bewohner, Anwohner und Mitbürger, also die Menschen in Wiesbaden samt Umland insgesamt haben sich in den letzten 50 oder 100 Jahren grundlegend verändert. Das wurde in keiner Weise angesprochen. Die Club- oder Disco- oder Event-Besucher von vor 30 und 40 Jahren gibt es so nicht mehr.
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Es reicht alleine die Anlyse des Niedergangs des Big Apple, des Park-Caffes, der ganzen Tanzschlulen im Rhein Main Gebiet, auch des damaligen "Intimen Theaters" und der ganzen ehemaligen Vergnügungsstätten und Discotheken - wie gesagt - im gesamten Rhein-Main Gebiet einschließlich der Situation des Euro-Palace. Auch das gigantische Dorian Gray im Flughafen fällt dort hinein. Muß ich etwas über das Auf- und Ab der "Wartburg" in der Schwalbacher Strasse erzählen ? Dort war ich damals sehr sehr oft, wenn etwas nicht funktionierte.

Auch ein Gespräch mit Herrn Ewert über die Veränderungen der letzten 30 Jahre
bei den Kinobesuchern wäre sehr hilfreich und aufschlußreich. Die riesigen Veränderungen, auf die er reagieren mußte, sind ähnlich dramatisch.

Eines ist mir seit über 20 Jahren klar, diese alte Zeit, die Dr. La Torre so blumig und farbig skizziert  hatte, die läßt sich so oder so nicht mehr wiederbeleben. Die ist einfach vorbei, außer in den Köpfen und Träumen einiger Damen und Herren auf dem Podium.
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Darmstadt
Ein Event im Kurhaus
direkt hinter der Muschel

(5a) Wettbewerbsanalyse

Als nächstes kommt die aktuelle Wettbewerbsanalyse. Auch hier war nichts glaubhaft Erkennbares zu vernehmen. Die eventuellen Betreiber des Walhalla (und damit auch die GOP Betreiber) glauben doch nicht im Ernst, wenn in Wiesbaden solch ein "Laden" (ein Event-Haus) aufmacht, daß die Frankfurter, Offenbacher, Mainzer, Ingelheimer, Rüsselsheimer und Darmstädter (usw.) einfach nur zuschaun (und jammern).

In Ingelheim wird zur Zeit eine gigantische Event-Halle gebaut - mit allermodernster Technik mit einem dicken Millionen-Aufwand alleine für Ton und Licht, und vor allem mit Parkplätzen und LKW-Zufahrten usw., also alles, das ein richtiges Event- und Kongress-Haus braucht.

In Darmstadt gibt es das Darmstadium, modern, gigantisch und schön zugleich, mit allen diesen Event-Anbietern muß sich Wiesbaden schlagen. Auch die neuen Rhein-Main-Hallen wollen natürlich genau diese selbigen Kunden und Veranstaltungen haben und werden "denselben Kuchen" bewerben und werden alle diese eventuellen Interessenten ebenso (und damit konkurrierend) ansprechen und umschwärmen.

Ein verdecktes inoffizielles Gespräch mit dem/den Betreibern des Elzer Hofes oder des Unterhauses in Mainz, also durchaus vergleichbar mit einem zukünftigen Walhalla, legt die Probleme einer solchen verbauten Innenstadt-Lage gnadenlos offen.
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(5b) Spielstättenanalyse - Anfahrt

Auch hier wurde Theorie mit Träumen gekoppelt. Es reicht doch schon, sich hier bei uns im Kurpark umzusehen, wenn bei einer größeren Veranstaltung die riesigen Tieflader und Sattelschlepper hinter der Muschel stehen, sei es vom Fernsehen, von den Bühnenbauern oder von den Caterern, es sind alles große Tieflader- oder lange Trucks, teilweise mit riesigen Anhängern. Bilder aus dem Kurpark (rechts) sind bei mir im Archiv genügend vorhanden.

Daß die irgendwo in der Hochstättenstraße drehen könnten, ist völliger Unsinn. Und um die Ecke zur Mauritiusstraße kommen die auch nicht. Den hinteren Hof in dem aktuellen Zustand befahren kann ein 30 Tonner-Truck auch schon lange nicht mehr, der hohle und dazu verrottete Untergrund ist total baufällig.

Es muß also alles bis auf die aller-unterste Keller-Ebene abgerissen bzw. ausgehoben werden. Das sind 2 Untergeschosse. Und ein Aufzug für LKW-Anhänger in der 25 Tonnen Größenordnung ?? Das ist schon kein Traum mehr, das ist ein ziemlich kindliches Hirngespinst. Schaun Sie einfach mal den ALDI- oder Lidl- oder REWE- LKW-Fahrern zu, wie mühsam die auf den recht (bzw. sogar sehr) großen Einfahrten und Parkplätzen (z.B. in der recht breiten Rostocker Straße in Bierstadt) rückwärts an die Lade-Rampe rangieren.
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(6) Spielstättenanalyse - Büros, Personal- und Künstlerräume,
Stauräume und sonstige Geräte- und Technik-Räume.

Die historischen Gebäude neben dem Saal und im Keller waren damals vor 30 Jahren bereits viel zu klein, um ernsthaft den damaligen Anforderungen an Personal- und Gemeinschafts-Räume zu genügen. Heute sind die Anforderungen an Komfort und Bequemlichkeit renomierter Künstler oder gar ganzer Ensembles viel weiter gestiegen.

Daß damals im Big Apple die Gruppe Baccara und auch die Spotnics auf halb verschimmelten Sofas auf den Auftritt gewartet hatten, das ist keine Legende. Ich war hautnah dabei (damals als "Ton-Mensch") und habe Decken beschafft, damit die sich ohne Ekel hinsetzen konnten. Echte Stars und heutige Zugnummern von Künstlern stellen erheblich höhere Anforderungen, die die Räumlichkeiten so nicht erfüllen. Ein Millionen- Neubau über dem Hof samt einer Mindestanzahl von Tiefgaragenplätzen wäre eine zwingende Voraussetzung. Doch damit ist aber die komplizierte Anfahrt Hochstättenstraße immer noch nicht gelöst.

Bei der Bewirtschaftung der ganzen geplanten Walhalla-Studios mit mehreren Gastronomien kommt die aktuelle Gaststättenverordnung zum Tragen und schreibt eine Menge von Vorgaben vor. Daran scheitern immer wieder eine Menge sogar guter und plausibler Konzepte in ganz Wiesbaden und Umgebung an völlig unlösbaren Vorgaben. Und Ausnahmen (wie zum Beispiel das kulante Hühneraugen Zudrücken bei stadteigenen Projekten) gehen nicht mehr, "die Anderen" (abgelehnten Antragsteller) würden das recht schnell "spitz kriegen" und (zurecht) sofort vor Gericht ziehen.
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(7) Aktions- / Programm- Analyse

Zu dieser Analyse gehört das Umfeld der Zielgruppen und das Umfeld ähnlicher Häuser wie des Rhein-Main Theaters in Niedernhausen, das ja sogar eine "eigene Autobahn -Abfahrt" an der A3 hat und direkt neben einem großen Hotel mit hochrangiger Hotel- Restauration steht, und auch noch mit einem eigenem (kleinen) Bahnhof und - das ist der zentrale Knackpunkt - mit jeder Menge an Parkplätzen glänzen kann.

Also die angepriesenen Bühnenshows und Musicals sind keine lukrativen Zugnummern mehr, und die Reanimation nach dem Konkurs läßt jetzt bereits 10 oder mehr Jahre auf sich warten. Die Veranstaltungen, die dort hin und wieder beworben werden, sind selten geworden.

Vor Jahren war ich mit unseren historischen Fernsehkameras bei der "Jamie Olivers Dinner Show" involviert. Auf die 3.500 Euro warte ich heute noch. Selbst als die Lehman Brothers Bank noch nicht geplatzt war, zweifelte ich bereits an der Tragfähigkeit dieses anscheinend konkurrenzlos modernen Konzeptes (warmes gemütliches Riesenzelt mit sehr hochwertigem 6-gang Menü samt sehr anspruchsvollem Variete und auch noch Klein-Kunst vom Feinsten - direkt vor der Frankfurter Messehalle) - und damit auch noch eine große hell beleuchtete und bewachte Messe-Tiefgarage - direkt nebenan verfügbar.
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(8) Zugangs- / Eingangs- / Parkflächen-Analyse, Zustand Kirchgase / Langgasse

Es wurde als Vision für eine Planung angesprochen, daß man "das" bzw. "alles" ändern wolle, die Kirchgasse und vor allem die tote Langgasse. Zumindest in meinem gesellschaftlichen Umfeld wird keiner - aber auch wirklich keiner mehr - Abends oder gar Nachts durch die Kirchgasse oder Langgasse spazieren, "wandeln" oder gar "flanieren", so wie früher mehrmals in der Woche. Wir haben schlicht und ergreifend Angst !
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Eine Meldung unter vielen - nur noch ca. 7500 Passanten pro Stunden, etwa 5500 weniger als 2015 - und das merkt hier wirklich "Keiner" ???

Samstag 15.7.2017 im Wiesb-Kurier - Sie haben es also gemerkt, daß da etwas nicht mehr stimmt und immer weniger Publikum die Kirchgasse/Langgasse betritt. Aber warum hat das so lange gedauert ? Das sieht man doch auf den ersten Blick, vor allem Abends und erst recht ab 20.00 Uhr.

Ich hatte mit einem ehemaligen Anwohner aus der Langgasse gesprochen, der über 10 Jahre nahezu direkt gegenüber des Kurier Hauses gewohnt hatte. Er geht da auch schon lange nicht mehr flanieren. (Anmerkung : Den Kontakt zur Kurier Lokal-Redaktion knüpfe ich gerne.)

Wer das heute deutlicher ausspricht, was da ab dem Spätnachmittag "multikulturell" abgeht, auch in der Moritzstraße, Bleichstraße und in der Wellritzstraße, wird sofort als rechtsradikal bzw. braun angehaucht bzw. gefärbt angefeindet und diffamiert, Sie wissen, worauf ich reflektiere.

Wer dann direkt auf den Treppen am Kino-Eingang von der Kirchgasse her (zum neuen Thalia / Hollywood Eingang - also direkt gegenüber dem Ex-Zugang zum alten "Walhalla Keller" - ehemals das "Big Apple") einen langandauernden Paarungsversuch miterlebt hat, ohne daß die Stadpolizei kam, der kann sich (bildlich) ausmalen, daß diese Träume recht schnell zerplatzen.

Darum sind das Parkhaus "Dernsches Gelände" und das neue "Coulinstraße" keine ernsthaften Angebote. Das wird so nicht funktionieren, außer mit täglichem stundenlangen Polizeischutz. Auch die beiden Parkhäuser in der Schwalbacher Straße werden die erträumte Akzeptanz dieser Gegend so schnell (also innerhalb von z.B. 3 Jahren) nicht wiederbringen.

Wer dazu den damaligen uralten Kino-Zugang von der Kirchgasse zum Walhalla-Kino noch kennt, der weiß, dieser lange Zickzack-Gang war für die Besucher nie attraktiv, es war immer nur eine Notlösung. Von den Flächen des "New Yorker" müssten eine ganze Menge Quadratmeter abgerungen oder zwangsrekrutiert werden, um einen neuen attraktiven Eingang modern und optisch hoffähig zu gestalten. Bei den gesplitteten Eigentumsverhältnissen der Räumlichkeiten im EG ("New Yorker") bzw. der Mietvertragsdauer wird das mit dem repräsentativen Variete- Eingang von der Kirchgasse aus auf absehbare Zeit wohl nichts werden.
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(9) Risikoabschätzungs-Analyse

Aus meiner Sicht sind das eine zu große Menge an jetzt schon abzusehenden KO-Kriterien für diese beiden vorgeschlagenen Lösungen, sowohl von den "Studios-Machern" wie auch von den "GOP-Strategen". Das Ganze ist nicht im Entferntesten ausgegoren oder gar plausibel.

Jüngstes Beispiel für ein tolles Engagement mit einer brillianten Idee und ein klägliches vorhersehbares Scheitern sind die Betreiber von dem privaten Zug-Dienst "Locomore". Sie hatten über 1 Million Risiko-Kapital aufgebracht (bzw. eingesammelt), aber keine überlange ungeplante Durststrecke "eingeplant".

Die jetzigen Walhalla-Macher haben sich darüber scheinbar überhaupt keine Gedanken gemacht, wer die Anfangsverluste auffängt - die Stadt Wiesbaden (also der Steuerzahler) etwa ???????? Daß diese Aktivitäten von 0 auf 100 sofort auchnur annähernd kostendeckend "seien", ist doch wohl ein Scherz oder wie bezeichnet man das ?
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(10) Werbunsgkosten, Plakate, Anzeigen, Marketing

Aus der Erfahrung von 35 Jahren Selbständigkeit ist mir der ganz reale und notwendige Markting-Aufwand in bester Erinnerung. Das sind bestimmt mehrere Millionen, die erst mal investiert werden müss(t)en (vor-investiert werden müss(t)en !!), damit das Walhalla Event-Haus alleine nur im 50km Einzugsgebiet von Wiesbaden erneut bekannt wird.

Wenn aber diese mehreren Millionen Euro bereits die Invest-Summe sind, ist das ganze ein Luftschloß oder ein Grab zulasten der Stadt, wenn der Betreiber - ganz sicher eine GmbH & Co KG oder eine "moderne" 1.000.- Euro AG - sich in Luft auflöst. (siehe Rhein Main Theater).

Bei uns in der technischen Mathematik und so auch in der Wirtschaft gibt es sogenannte unlösbare Gleichungen. Wir Techniker oder Ingenieure haben in der Mathematik einen Riesen-Respekt vor dieser "Division durch Null". Kommt soetwas auch nur annähernd in Betracht, am Ende kommt nämlich gar nichts oder nur völliger Mist oder Blödsinn raus, klingeln bei uns alle Alarmglocken. Und diese "Walhalla"- Gleichung (Einnahmen - Ausgaben größer als 0) ist vorerst nicht lösbar.
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(11) Zusammenfassung

Die obigen Absätze fallen eigentlich unter den Begriff "Machbarkeits-Studie". Jetzt käme beim Ingenieur noch die Realisierungsplanung mit genauen Zahlen der einzelnen Investitions- abschnitte bzw. der Bauabschnitte. Und hierbei - bei den fiktiven Summen - vertut man sich grundsätzlich immer.

Weiterhin war der Herr Bordt so redlich und ehrlich zu mir, er wolle den Auftrag zur Durchführung der Umbau-Arbeiten haben. Die Mitmacher auf der Bühne ließen das in ihren Vorträgen nicht aus dem Sack, also die jeweiligen (kuturell-gemeinnützigen) finanziellen Eigeninteressen.

Ich habe aber genau zwischen den Zeilen und den Worten gelauscht und da kamen dann doch die jeweiligen (finanziellen) Interessen raus, denn fast jeder hat sein eigenes Interesse an dem vermeintlich großen Kuchen aus dem Topf der Stadt Wiesbaden.

Also der Caterer investiert gar nichts. Der will einen Auftrag und den führt er aus. Ok, er hat die Promotion-Reise nach Wiesbaden "investiert", aber das war Aquisition pur. Aha. - Auch der Bühnenbauer, evtl. zuständig auch für Licht und Ton, der jeweils das Equipment mitbringen !!! würde, investiert in das Walhalla Gebäude mit Sicherherheit erst mal gar nichts. Die blonde junge Dame hat bislang auch nur die Promotion-Reise nach Wiesbaden "investiert".

Die eventuellen Restaurantbetreiber (einschließlich Ex-Gestüt-Betreiber)
werden sich ebenfalls sehr genau überlegen, inwieweit sie irgendwelche festen Installationen (von Küchengerät und Abluft) in die jeweiligen Räumlichkeiten, also mehr als das absolut zwingend minimal Notwendige "investieren".

Alle werden mit Argusaugen auf die Stadt Wiesbaden als den Eigentümer schielen, der ja das Gebäude erst mal herrichten solle (oder wolle oder müsse ?). Und wenn die ersten 20 Millionen verbaut sind, wird bestimmt weiteres Geld "nachgeschossen", siehe "Rhein-Main-Hallen" - von ehemals 80 Millionen Gesamt-Investment (ich erinnere mich da sehr genau) auf jetzt im Moment schon oder noch 215 Millionen, die Buschtrommel spricht bereits von über 230 Millionen. Von den verdeckten und versteckten Kosten werden wir erst in 5 Jahren hören, wenn es nicht mehr zu verheimlichen ist.

Ich bin immer noch am Rätseln, wem von den Personen auf der Bühne ich wirklich ein ehrenamtliches "kuturelles Engagement" abkaufen könnte. Für kulturelle Ideen und kulturelle Konzepte und auch die Beratung dazu gibts allermeist kein Geld, bis auf den beratenden Architekten. Denn der bekommt sein Geld/Honorar von der Bausumme.
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(12) Jetziges Konzept und vor allem - der Sprachgebrauch:

Mindestens 5 Mal (oder noch öfter) kam dieser Satz :

>>>>> Es sei eine "spannende Aufgabe" <<<<<<


Die gemeinsamen Interessen an einer oder an dieser "spannenden Aufgabe" haben mich letztlich absolut "irritiert" und sehr sehr hellhörig gemacht.

Per Definition ist eine "spannende Aufgabe" doch eine Aufgabe,

bei der es 50 ./. 50 steht,

ob es klappt oder mit Pauken und Trompeten den Bach runter bzw. den direkten Weg in die Pleite geht.

Ich erinnere hier wieder an das riesige Presse- und Medien- Brimborium und die großen geschwungenen Reden und gesalbten Sprüche von 1995, auch unserer lokalen Politiker hier aus Wiesbaden, was dieses super tolle und hypermoderne "Rhein-Main-Theater" in Niedernhausen - direkt an der Autobahn A3 - für eine Aufwertung der Kultur für die ganze Rhein-Main-Region sei. Nach 3 Jahren war der 25 Millionen-Traum (oder -Spuk) zuende, vollkommen pleite. Und nun ??

Am Ende wurde der ganze teure Laden - also das Theater - auseinandergenommen, seziert und geplündert. Die auf ewig vertrösteten und stinke sauren geschädigten Gläubiger (Handwerksfirmen) hatten sogar versucht, die Elektrokabel wieder aus den Wänden zu reißen.
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Jetzt heißt es - intensiv "Nachdenken" !!!

. . . . und ganz vernünftige und machbare Konzepte zu erstellen und von den heren Träumen wegzukommen.
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Nachtrag von Mitte Juni 2017 - Wiesb- Kurier

Jetzt ist es also öffentlich, daß die (Bielefelder) GOP eine Monatsmiete von 50.000 Euro für die Walhalla- Räume für völlig realitätsfremd und wirtschaftlich auch gar nicht machbar hält - und so, wie es zwischen den Zeilen des Artikels zu lesen stand, sich aus dem ganzen Bieterwirrwar ausklinken wird.

Das mit der überzogenen Mietvorstellung, also diesen ominösen 50.000.- Euro/Monat, die in einem der Vorträge ins Gespräch gebracht wurden, hatte mir Architekt Bordt am Tag dieser Vorstellung des Alternativ-Konzeptes im Casinosaal am 18.5. auch schon als ziemlich unrealistisch angedeutet.
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Nachtrag vom 29.6.2017 - Ein Artikel im Walhalla Schaukasten

Direket am Eingang des Walhalla hängt am 29.6. in dem rechten Schaukasten vor dem geschlossenene Rolltor eine A3 große Darstellung des Walhalla e.V. mit aus meiner Sicht schon fast diffamierenden Äußerungen über die Verantwortlichen der Stadt Wiesbaden bezüglich der lange überfälligen Schließung des Gebäudes - vermischt mit einer Menge unsachlicher Argumente.

Alleine dieser Text zeigt, daß der oder die letzten Betreiber dieser Spielstätte jeden Sinn für die Realität verloren hatten. Der erbärmliche verrottete Zustand der zuletzt genutzen Räumlichkeiten des alten Walhalla- Einganges, wie ich ihn am 27.11. 2016 vorgefunden hatte, hat mit den Räumlichkeiten des Mieters (New Yorker) im Erdgeschoß überhaupt nichts zu tun. Ich habe deren Räume besichtigt und eine tadellose adrette und sehr gepfegte Umgebung vorgefunden. Der Inhaber bzw. Mieter dort "muß" nämlich etwas verkaufen und hängt nicht am Tropf von irgendwelchen Kultur-Fördermitteln.

Damit ist dies ausgehängte Pamphlet totaler Unsinn und verdreht die Tatsachen. Und damit hat sich dieser Walhalla e.V. selbst ins Aus manövriert.

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Nachtrag von Mitte Juli 2017 - Wiesb- Kurier

In dem im Casino-Saal vorgetragenen Konzept war mehrfach von einer "Renaturierung" von Kirchgasse, Langgasse, Kleine Schwalbacher und Hochstättenstraße - sogar mehrfach - die Rede.

In meiner Kritik habe ich das als unüberlegten gutgläubigen Traum bemängelt, weil die Fakten eine ganz andere Sprache sprechen. Auch hatte ich angefügt, mein kulturelles Umfeld und meine Familie haben schlicht und ergreifend Angst, dort noch entlang zu promenieren oder auch nur zu gehen.

Darum lesen Sie mal die so nach und nach veröffentlichten Leserbriefe aus dem Juli 2017 :
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LESERBRIEFE vom Juli 2017

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  • Zum Passantenschwund in der Wiesbadener Fußgängerzone:
    "Kein Wunder"


    Wie kann man sich darüber erst heute wundern. Der Schwund der Besucher ist doch seit langer Zeit zu beobachten. Was eine Fußgängerzone attraktiv macht, ist leicht aufzuzeichnen: schöne Geschäfte, angenehmes Publikum, keine Fast-Food-Lokale, gutes Laufpflaster, Erholungsbänke und Blumenkübel.

    Und die Sicherheit! Das alles ist in der Wiesbadener Fußgängerzone nicht vorhanden. Wie schön, dass zumindest eine kanadische Bekleidungskette dort seit kurzem einen Platz gefunden hat. Die meisten Geschäfte bieten Ramsch an. Das Schmuckstück von Pressehaus geht dazwischen ziemlich unter. Vermummte Frauen mit Kleinkindern füllen die Straße und junge Männer, die entweder Flüchtlinge oder Arbeitslose sind, belagern die paar Cafes. Viele Menschen werden heute nicht angehalten, den eigenen Abfall "nicht" auf die Straße zu werfen und so sieht es dort auch aus.

    Überall Zigarettenkippen und Abfall vom Fast Food. Polizei weit und breit nicht vorhanden. Abends traut sich kaum jemand, nach 20 Uhr dort zu flanieren. Allein das Wort passt schon gar nicht zu diesem Ort. Wenn die Opernvorstellungen im Kino um 23 Uhr zu Ende sind, bestellen sich die meisten Besucher ein Taxi zum (Anmerkung : direkt zum Kino-) Ausgang, weil sie sich nicht trauen, durch die Fußgängerzone zu gehen. Auch hier wieder keine Polizei. Um das zu ändern, muss man sich nicht mit dem Einzelhandelsverband beraten, es reicht, die von mir erwähnten Punkte zu beheben.

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  • Zum gleichen Thema:
    "Blöd angemacht"


    Warum gehen die Zahlen der Passanten in der Fußgängerzone zurück? Es wird Sie bestimmt überraschen, man fühlt sich nicht besonders wohl, ich bin Rentner und des Öfteren blöd angemacht worden von unseren neuen Mitbürgern. Man kann auch Glück haben, dann wird man nur aggressiv von Bettlern aus allen Ländern dieser Welt bedrängt. Meistens sind dann die öffentlichen Plätze auch noch belagert, wo man sich ausruhen könnte. Also nennen Sie mir einen Grund, warum man die Wiesbadener Innenstadt besuchen sollte. Und es wird alles noch viel dramatischer für Einheimische. Ein letztes Wort, die Politiker sollten mal nach ihrem Eid agieren.

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Presseinfo vom August 2017

Der Magistrat der Stadt Wiesbaden hat beschlossen, den Betrieb des Walhalla "europaweit" auszuschreiben.

Anmerkung : Das finde ich sehr sinnvoll, denn damit liegen dann erstmals die schriftlichen Anforderungen an den neuen Betreiber auf dem Tisch. Und dazu gehört ganz bestimmt eine Mietbürgschaft, die der Betreiber erbringen müßte. Der interessierte Betreiber wird sich also ganz genau überlegen, ob er die Miete überhaupt erwirtschaften kann und nach wievielen Monaten er überhaupt mal an eine Kostendeckung denken kann.
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