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Irgenwo habe ich von klugen Leuten gelesen oder gehört, .....

Die Sprache ist (oder sei) ein Spiegel einer Gesellschaft (oder nur des Niveaus ?).

Ein weiterer wahrer Spruch ist:

Alleine die Sprache ist die Quelle aller Mißverständnisse.

Doch mit der deutschen Sprache ist es inzwischen nicht mehr weit her, eigentlich kann man das schon Verloddern oder Verblöden nennen. Beweise braucht man auch nicht mal mehr zu suchen, man schaut sich nur Tageschau oder Tagesthemen an und schon geht es los:

Da "bräuchte" einer noch ein Argument, man "frägt" die anderen und dann "käuft" man irgendwas. In fast jeder Wettersendung wird von "Stundenkilometern" gefaselt, doch dieses Wort gibt es einfach nicht.

Und dann kommt der SWR (ehemals SWF), der Südwest/Südfunk, (inzwischen auch der BR) in allen Programmen mit den "aktuellsten" Verkehrsnachrichten. Was sollen die jungen Hörer denn nun denken (oder lernen), wenn es ihnen Tag für Tag so blöd und falsch vorgelabert wird.

Ebenso ist das mit den "rotesten" Strümpfen
irgend einer Parteigenossin oder dem "schwärzesten" Tag im Bundestag. Eigentlich fehlen nur noch die "richtigsten" Nachrichten von der "senkrechtesten" SWR3 Antenne.

Modener Sprachgebrauch ???

Lassen Sie es sich auf der Zunge zergehen, da schreiben renomierte Zeitungen wie die FAZ oder die Frankfurter Rundschau vom "Geld in die Kasse spülen" und die "Gewinne würden nur so sprudeln".

Wenn Firmen ihre Ausgaben mit den Gewinnen verrechnen und dann gesetzlich korrekt keine Ertrags- Steuern mehr entrichten müssen, wieso sind das dann "Steuergeschenke" ? Solange sie Gewinne erzielt hatten, mussten sie doch Steuern bezahlen. Es ist doch klar, daß auch Firmen versuchen, Steuern zu sparen durch Verschieben der Gewinne. Wie viele sogenannte Arbeitszimmer "stehen" auch nur virtuell in privaten Wohnungen.

Das ist doch solch eine Volksverdummung, vor der selbst die eigentlich seriösen HR3 Börsen-Nachrichten im Hessischen Rundfunk nicht halt machen. Wie kann man dem normalen Mitbürger vorgaukeln, daß er doch eigenlich ziemlich blöd sei, überhaupt noch zu arbeiten.

Andere würden einfach nur "da" sitzen und warten, bis irgendwo irgendetwas hervor "sprudelt" und damit das eigene Bankkonto "vollgespült" wird. Und bei den (allen?) großen Firmen würden vor allem die Gewinne nur so "sprudeln" (vor Glück und Geld).

Daß die Amerikaner es mit allem nicht so genau nehmen, das wissen wir seit langem und eigentlich wollten wir das bei uns nicht so haben. So sagten es jedenfalls die 68er Demonstranten damals. Heute (jedennfalls bis Okt 2005) sind (also waren) sie ganz oben, die "Revoluzzer" von damals, und was hat sich verändert ?

Heute ist das alles Schnee von Gestern und eine Vielzahl von 3 magischen Buchstaben Kürzeln bestimmen das Gespächsfeld ganzer Abende. So muß man P2P, B2B und MP3 und MRP, CDR und CDW nur locker und wortgewand in den Mund nehmen und alle (vornehmlich Damen) bestaunen die weltmänniche Art und dieses "enorme" Wissen.

Das hohle Nichts hinter dem Gesichtsfeld offenbart sich erst, wenn ein anwesender Fachmann diese Fassade der Unwissenheit durch eine Zwischenfrage ankratzt und auch "den Rest des Nichts" zum Vorschein oder sogar zum Wanken oder Einstürzen bringt.

Ich war damals (2000 und Anfang 2001) nur auf zwei sogenannten "New Economy Launch Parties" und hatte das protzige Geschwätz der Gründer mit der Wirklichkeit verglichen und dabei schon gemerkt, daß zumindest ich die Hohlkörper auf der Bühne nicht bestaunen muß. Diese Firmen hatte dann nicht nur niemand gekannt, man kennt heute nicht mal mehr ihre Namen. Ein bißchen Kopfrechnen wie gesagt, hätte Wunder bewirkt. - Aber das Essen war gut, es hatte dann aber nicht gereicht für´s Überleben.

Auch hier war wieder der erste Eindruck der über die Sprache. Man wolle also mal so nebenbei 50 "Mio" oder auch "so und so viel" "Kilomark" in die Kassen spülen. Und vor allem womit ?

Was diese Jungs da auf der Bühne für einen dummen Mist von sich gegeben hatten
und in welch schlimmer Sprache, ich hatte damals geunkt, sie hätten das Abi vom Pappa gekauft bekommen und selbst das wurde dann noch mit einem Golf GTI belohnt. Vielleicht war es auch schon ein kleiner Benz.

Mein inneres Gefühl von damals, daß dieses Schauspiel voll in die Hose geht, hat mich nicht betrogen. Es ist so gut wie alles "den Bach runter" gegangen, von runter gespült redet da keiner mehr. Und dann das Theater mit den Telekom Aktien. Ui ui, sind die Menschen dämlich, unglaublich naiv und nochmal dämlich und dann rumjammern, sie hätten das alles nicht gewußt.

Und niemand hatte Schuld ... lesen Sie mal.

Die Sprache ist definitiv ein Spiegel der Gesellschaft.


19. März 2006

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